Ayurveda ist die älteste Heilkunst der Welt. Sie stammt aus der altindischen Hochkultur der Veden. Die schriftlichen Aufzeichnungen der klassischen Texte des Ayurveda sind 3000 Jahre alt. Seit Jahrtausenden wurde dieses Wissen jedoch nur mündlich überliefert und besteht jetzt schon seit über 5000 Jahren. Der Ayurveda hatte Einfluss auf die Medizin des alten Ägypten und bildete die Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).
Ziel des Ayurveda ist es, ein langes Leben in Gesundheit und auf qualitativ hohem Niveau zu erreichen. Der Ayurveda soll nicht nur die Lebenszeit verlängern, sondern dem Leben mehr Lebendigkeit hinzufügen. Der Ayurveda betrachtet den Menschen als eine Einheit von Körper, Seele, Geist und Natur. Das Hauptaugenmerk liegt in der Vorsorge, also der Verhinderung von Krankheit durch eine bewusste Lebensführung.
Der Schlüssel zum Verständnis des Ayurveda ist die Dosha- Lehre, was soviel heißt, wie: “Etwas, das die Fähigkeit hat, sich zu verändern.“ Für die Gesundheit und das Wohlbefinden ist es notwendig, dass sich die Doshas individuell im Gleichgewicht befinden.
Der Mensch, dessen Doshas im Gleichgewicht, dessen Verdauungskraft gut, dessen Stoffwechsel normal funktioniert und dessen Seele, Geist und Sinne stets voller Glückseligkeit sind, wird als gesund bezeichnet.
Quelle: Sushruta Sutrasthana, V. 15.48
Weniger tun - mehr erreichen!
Im Ayurveda orientiert sich der Sportler sowohl an sein körperliches und geistiges Wohlbefinden als auch an seine sportlichen Ziele. Es ist ihm sehr wichtig, hohe Leistungs-Anforderungen zu verwirklichen. Dabei richtet er sich nach dem Prinzip: „Weniger tun und mehr erreichen!“ Meist dauert die Erreichung des Ziels in der Anfangsphase etwas länger, zahlt sich dann aber letztlich durch eine dauerhaft hohe Leistung, einen gesunden Körper und Motivation aus.
Generell empfiehlt der Ayurveda, das man seine Trainingsbelastung auf 50% seiner Leistungsfähigkeit begrenzt. Ein guter Anhaltspunkt ist so lange zu trainieren, wie man durch die Nase gut ein- und ausatmen kann. Vor Überanstrengung wird grundsätzlich abgeraten.
Empfohlene Sportarten:
Für Vata-Typen ist ein ruhigeres Training zu empfehlen. Sportarten, die das Vata im Körper ausgleichen und beruhigen sind z.B.: Yoga, Qi Gong, Shaolin Chi-Kempo, Tai Chi, Schwimmen, kurze Spaziergänge.
Für Pitta-Typen ist ein mittelstarkes Training zu empfehlen. Sportarten, die das Pitta im Körper ausgleichen und reduzieren sind z.B.: Yoga, Qi Gong, Shaolin Chi-Kempo, Tai Chi, Schwimmen, Nordic Walking, Aerobic, Jogging, Teamsport.
Für Kapha-Typen ist ein anregendes und belastendes Training zu empfehlen.
Sportarten, die das Kapha im Körper ausgleichen und reduzieren sind z.B.: Yoga, Qi Gong, Shaolin Chi-Kempo, Schwimmen, Nordic Walking, Aerobic, Jogging, Ballsportarten, Tennis, Boxen.